Was ist eine Terrassenüberdachung? Definition und Typen

Bauformen, Dacharten, Materialien und die Abgrenzung zu Pergola, Pavillon, Markise und Wintergarten – kompakt erklärt.

Unverbindliche Anfrage senden

Oder direkt anrufen: 0157 92834569

Was ist eine Terrassenüberdachung? ✓ Definition, Typen & Bauformen | Terrassendach, Pergola, Pavillon, Markise & Wintergarten abgegrenzt | Terrassenüberdachung in Bremen erklärt

Redaktion Terrassenüberdachung Bremen · Inhaltlich geprüft · Zuletzt aktualisiert: 22.10.2026

Eine Terrassenüberdachung ist ein festes Dach mit Tragwerk und Eindeckung, das eine Terrasse gegen Regen und Sonne schützt und seitlich offen bleibt. Sie steht als Anbau an der Hauswand oder frei auf Pfosten, besteht meist aus Aluminium oder Holz und trägt Stegplatten, Glas oder verstellbare Lamellen. Geschlossene Wände machen daraus einen anderen Bautyp.

Passende Bauform finden

Maße, Dach und Material auswählen – der Konfigurator zeigt Ihnen eine erste Preisspanne.

Was ist eine Terrassenüberdachung? Definition und Aufbau

Man nennt sie auch Terrassendach, Anlehndach oder Vordach für die Terrasse. Gemeint ist immer dasselbe Prinzip: Pfosten und Sparren tragen eine Eindeckung, darunter bleibt der Raum zu den Seiten hin frei. Dadurch zählt die Fläche weiter als Außenbereich, auch wenn sie bei Regen nutzbar ist.

Zum Aufbau gehören vier Teile: die Pfosten oder Wandanschlüsse, die Sparren, die Dachhaut und eine Entwässerung. Das Dach fällt mit mindestens 5° zu einer Rinne ab, das Fallrohr läuft je nach System sichtbar oder im Pfosten. Dieses Gefälle gehört zu den Dingen, die wir schon beim Aufmaß festlegen.

Terrassenüberdachung als Anbau an einem Wohnhaus in Bremen

Das klassische Anlehndach: eine Seite an der Hauswand, die übrigen Seiten offen.

Terrassenüberdachung Typen nach Bauform: Anbau oder freistehend

Welche Variante passt, hängt vom Haus ab. Beim Bremer Haus mit Hochparterre in Findorff oder Walle liegt die Terrasse oft über dem Garten, hier braucht der Wandanschluss Maßarbeit. In Huchting oder Borgfeld steht mehr Fläche zur Verfügung, freistehende Dächer sind dort verbreitet.

Typen nach Dacheindeckung: Glas, Stegplatten und Lamellen

EindeckungEigenschaftPassende Seite
VSG-Glashell, klar, kratzfest; Verbundsicherheitsglas ist für Überkopfverglasung vorgeschriebenGlas-Terrassenüberdachung in Bremen
Polycarbonat-Stegplattenleicht, günstiger Einstieg, gedämpftes LichtAlu-Terrassenüberdachung
Lamellendrehbar, verstellbar, dicht schließendLamellendach

Quelle zur Glaspflicht: DIN 18008-2 (Überkopfverglasung), zusammengefasst auf glasdesign-berlin.de. Einen Vergleich von Glas und Kunststoff liefert der Ratgeber Terrassenüberdachung: Glas oder Polycarbonat? – alle Details.

Dazu kommt Sonnenschutz: Eine Unterglasmarkise oder Senkrechtmarkise verändert den Charakter des Daches, ohne den Bautyp zu ändern. Beispiele zeigt die Seite Überdachung mit Beschattung in Bremen.

Typen nach Material: Aluminium, Holz und Holz-Alu

  • Aluminium: pulverbeschichtet, schlanke Profile, ohne Anstrich haltbar.
  • Holz (Leimbinder): warme Optik, braucht Holzschutz und regelmäßige Kontrolle.
  • Holz-Alu: Holz innen, Aluminium außen – wetterfeste Haut mit warmer Sicht.
  • Stahl: selten, für besondere Spannweiten.
Welches Material passt zum Bremer Klima?

Weserluft, Regen und Holzschutz

Das Seeklima mit vielen Regentagen setzt Holz stärker zu als Aluminium. Das heißt nicht, dass Holz ausscheidet: Hinter Backsteinfassaden wirkt Leimholz oft stimmiger. Es braucht dafür konstruktiven Holzschutz, also Wasserablauf an Anschlüssen und Abstand zum Boden.

Aluminium rostet nicht und lässt sich im Anthrazit-Ton vieler Fensterrahmen halten. Es wird in Bremen daher am häufigsten gewählt, wenn möglichst wenig Pflege gewünscht ist.

Terrassenüberdachung abgrenzen: Pergola, Pavillon, Carport, Markise, Wintergarten

BegriffUnterschied zur Terrassenüberdachung
PergolaBegriff uneinheitlich; klassisch ein offenes Gerüst, bei Lamellensystemen dicht schließend
Pavillonfreistehender Gartenbau mit eigenem Dach, nicht an die Terrasse gebunden
CarportStellplatzdach für Fahrzeuge, andere Statik und Nutzung
Markisetextiles, bewegliches Sonnenschutzsystem ohne festes Dach
Sonnensegelgespanntes Tuch, nur Schatten, kein Regenschutz
Wintergartenrundum geschlossen; Näheres im Ratgeber Terrassenüberdachung oder Wintergarten?

Zwischen Terrassendach und geschlossenem Raum liegt ein Ausbaupfad: Mit Glasschiebewänden wird die Überdachung seitlich geschützt. Wie das aussieht, zeigt die Seite Seitenwände & Schiebewände.

Terrassenüberdachung in Bremen: Recht, Wind und Schnee

Wichtig zu wissen: In Bremen sind Terrassen samt Überdachung bis 30 m² Grundfläche und 3,50 m Tiefe verfahrensfrei (§ 61 Abs. 1 Nr. 1 Buchst. h Doppelbuchst. bb BremLBO, in Kraft seit 01.07.2024). Ausnahme: Geltungsbereich örtlicher Bauvorschriften nach § 86 Abs. 1 Nr. 1 BremLBO. Quelle: transparenz.bremen.de, Stand 22.10.2026.

Verfahrensfrei heißt nicht regelfrei: Bebauungsplan, Denkmalschutz und Standsicherheit gelten weiter. In den Abstandsflächen darf eine nicht zum dauernden Aufenthalt geeignete überdachte Terrasse stehen, wenn zur gegenüberliegenden Nachbargrenze mindestens 2,50 m bleiben. Details stehen im Ratgeber Terrassenüberdachung Baugenehmigung Bremen – alle Details.

Statisch gilt in Bremen die Windzone 3 und die Schneelastzone 2 mit dem Zusatznachweis für das Norddeutsche Tiefland. Beides schlägt sich in Profilstärke und Sparrenabstand nieder. Was das in Euro bedeutet, rechnet der Ratgeber Ratgeber: Terrassenüberdachung Kosten vor.

Fazit: Terrassenüberdachung verstehen und passend wählen

Wer die Begriffe trennt, entscheidet leichter: Das Dach schützt vor Wetter, bleibt seitlich offen und lässt sich später ausbauen. Unsere Planung beginnt mit dem Aufmaß und endet bei der Montage aus einer Hand.

Häufige Fragen: Was ist eine Terrassenüberdachung?

Was versteht man unter einer Terrassenüberdachung?

Eine Terrassenüberdachung ist ein festes, seitlich offenes Dach, das einen Sitzplatz vor Regen und Sonne schützt. Es besteht aus Tragwerk und Dacheindeckung und steht entweder an der Hauswand oder auf eigenen Pfosten. Anders als ein Wintergarten hat es keine geschlossenen Wände, wodurch die Fläche als Außenbereich gilt.

Worin unterscheidet sich ein Terrassendach von einer Pergola?

Ein Terrassendach ist wetterfest eingedeckt, eine klassische Pergola hat meist nur ein offenes Gerüst aus Balken. Der Begriff Pergola wird allerdings uneinheitlich benutzt: Hersteller bezeichnen auch wasserdichte Lamellensysteme so. Entscheidend ist deshalb, ob das Dach bei Regen dicht schließt, nicht das Wort auf dem Prospekt.

Ist eine Terrassenüberdachung in Bremen genehmigungspflichtig?

Meist nicht: Nach § 61 Abs. 1 Nr. 1 Buchst. h BremLBO sind Terrassen samt Überdachung bis 30 m² Grundfläche und 3,50 m Tiefe verfahrensfrei. Ausnahmen gelten im Geltungsbereich örtlicher Bauvorschriften, bei Denkmalschutz oder größeren Maßen. Bebauungsplan und Standsicherheit bleiben auch dann zu beachten; wir prüfen das vor dem Angebot.

Welche Dacheindeckung ist für Bremen üblich?

Üblich sind Polycarbonat-Stegplatten als Einstieg und Verbundsicherheitsglas für höhere Ansprüche. Dazu kommt das Lamellendach, das sich öffnen und schließen lässt. Bei der Wahl spielen Schneelastzone 2 mit dem Zusatznachweis fürs Norddeutsche Tiefland und Windzone 3 mit, weil sie Sparrenabstand und Glasdicke bestimmen.

Zählt eine Terrassenüberdachung zur Wohnfläche?

Eine offene Überdachung vergrößert die Wohnfläche nicht automatisch. Nach § 4 Nr. 4 WoFlV werden Terrassen in der Regel zu einem Viertel, höchstens zur Hälfte angerechnet. Ob und wie die Fläche zählt, hängt vom Einzelfall ab; verbindlich klären das Vermieter, Gutachter oder Ihre Steuerberatung.

Jetzt unverbindlich anfragen

Wir melden uns innerhalb von 24 Stunden – oder rufen Sie direkt an.

Oder direkt anrufen: 0157 92834569

Anrufen Kostenlos anfragen